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Schnelles Wachstum durch Proteinüberschuss?

Häufig liest man, dass eine überhöhte Proteinzufuhr das Wachstum von Welpen beschleunigen würde. Woher diese Behauptung stammt, ist nicht nachvollziehbar, aber sie ist falsch und das ist recht gut belegt. Man hat in Studien herausgefunden, dass der Proteingehalt des Futters weder einen Einfluss auf die Wachstumsgeschwindigkeit hat, noch die Skelettentwicklung beeinträchtigt. Es scheint sogar ganz im Gegenteil so zu sein, dass ein höherer Proteingehalt den Knorpelstoffwechsel positiv beeinflusst.

Was jedoch die Wachstumsgeschwindigkeit beschleunigt, ist der Energiegehalt des Futters. Deswegen sollten Welpen nicht überfüttert werden und eine ad libitum Fütterung ist zu vermeiden. Das bedeutet, Welpen sollten Futter nicht zur freien Verfügung haben.

Wird von der Fehlannahme ausgegangen, ein zu hoher Proteingehalt würde die Wachstumsgeschwindigkeit negativ beeinflussen, müsste man diesen konsequenterweise senken. Dies ist nur durch eine Steigerung des Kohlenhydrat- oder Fettanteils in der Nahrung möglich. Das geht mit dem Risiko einher, dass zu große Energiemengen zugeführt werden, denn im Wachstum haben Hunde einen deutlich erhöhten Proteinbedarf. Reicht der relative Proteingehalt in der Nahrung nicht aus, muss mehr Futter verabreicht werden, sodass größere Energiemengen zugeführt werden.

Skelettfehlentwicklungen werden ebenfalls nicht durch „zu viel“ Protein im Futter hervorgerufen, sondern z. B. durch Calciumüberversorgung oder einen Vitamin-D-Mangel bei gleichzeitig niedriger Calciumversorgung. Daher ist es absolut nicht sinnvoll, zu viel oder zu wenig Calcium zuzuführen.

Der BARF-Rechner für Welpen ermittelt einen angemessenen Proteingehalt bei moderater Energieversorgung, da der Fettgehalt bei Welpen eher gering zu halten ist. Auch die Calciumversorgung lässt sich mit dem Rechner ideal an die Bedürfnisse von Welpen im Wachstum anpassen.