Pansen beim Barfen

von: Nadine Wolf | Lesedauer: 2 Minuten | veröffentlicht am: 02.07.21

Barfen rechner PansenIm BARF-Rechner besteht die Möglichkeit, Pansen in die Ration zu integrieren. Eins vorab: Man muss keinen Pansen füttern. Man kann diese Komponente einfach durch Muskelfleisch ersetzen und dies im Rechner so einstellen.

Warum sollte man die Fütterung von Pansen überhaupt in Erwägung ziehen? Bei Pansen und Blättermagen (auch als Kutteln bezeichnet) handelt es sich jeweils um einen der Vormägen von Wiederkäuern, also z. B. Rehen, Büffeln oder Elchen, aber auch Rindern, Schafen oder Ziegen. Statt Pansen kann man auch Blättermagen oder Netzmagen füttern. Diese Mägen weisen eine mittlere Eiweißqualität auf, haben aber ein ausgeglichenes Calcium / Phosphor-Verhältnis und liefern, wenn sie denn „grün“ verfüttert werden, zusätzlich vorverdaute Futterreste. Außerdem handelt es sich um relativ preiswerte Futtermittel, die bei Hunden zudem noch sehr beliebt sind. Der Anteil an Pansen / Blättermagen sollte 20 % des Fleischanteils nicht übersteigen, weil die Eiweißqualität der Mägen nicht ideal und die Nährstoffdichte nicht hoch genug ist.

Grüner Pansen / Blättermagen ist nichts für empfindliche Menschen: Während Hunde den Geruch lieben, rümpfen Zweibeiner für gewöhnlich angewidert die Nase. Die geruchsarme Variante in Form von gewaschenem, weißem Pansen ist bezüglich des Nährstoffgehalts sehr ähnlich, liefert jedoch keinen Anteil an vorverdauten Pflanzenresten.

Bei Allergikern muss man mit dieser Futterkomponente aufpassen, denn die Schlachttiere werden oft mit getreidehaltigem Kraftfutter oder Maissilage gefüttert. Reste davon befinden sich dann selbstverständlich auch im Pansen oder Blättermagen. In dem Fall sollte auf gewaschene Pansen oder Mägen von Weidetieren zurückgegriffen werden, die nicht mit Kraftfutter gefüttert wurden.