Rindfleisch bei BARF

Rindfleisch wird als rotes Fleisch eingestuft – ein Begriff, der für das Fleisch von Tieren verwendet wird, das einen höheren Eisengehalt hat als Huhn oder Fisch aufweist. Vom Rind können bei BARF verschiedene Muskelfleischteile verfüttert werden z. B. Kamm / Nacken / Hals, Fehlrippe, Spannrippe, Kronfleisch, Kopffleisch, Bauchlappen, Maulfleisch oder Peesenfleisch. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Rindfleisch wissen müssen.

Rindfleisch BARF

Nährstoffgehalte

Neben Wasser besteht Rindfleisch hauptsächlich aus Eiweiß und unterschiedlichen Mengen an Fett. Hier die Nährwertangaben für eine 100-Gramm-Portion Rinderkochfleisch mit 11,8 % Fettgehalt:

  • Energie: 189 kcal
  • Wasser: 66 ml
  • Eiweiß: 20 g
  • Kohlenhydrate: 0 g
  • Ballaststoffe: 0 g
  • Fett: 11,8 g

Eiweiß

Der Eiweißgehalt von von Rindfleisch schwankt zwischen 14 und 22 % – je nach Fettanteil. Das enthaltene Protein ist beim Muskelfleisch von hoher Qualität und enthält alle essenziellen Aminosäuren, die für das Wachstum und die Erhaltung des Körpers benötigt werden. Als Bausteine der Proteine bestimmen sie die Qualität des Proteins, da ihre Zusammensetzung je nach Futtermittel sehr unterschiedlich ist. Muskelfleisch gilt als vollständige Proteinquelle, da sein Aminosäurenprofil fast identisch ist mit dem Gewebe im Hundekörper.

Fett

Rindfleisch enthält unterschiedliche Mengen an Fett. Der Fettanteil im Fleisch beeinflusst nicht nur den Proteinanteil, sondern auch den Kaloriengehalt erheblich. Der Fettgehalt von Rindfleisch hängt vom Teilstück sowie vom Alter, der Rasse, dem Geschlecht und der Fütterung des Schlachttieres ab. Mageres Fleisch hat im Allgemeinen einen Fettgehalt von 5–10 %, was für BARF weniger geeignet ist. Für Hunde sollten bevorzugt Teile mit 15–25 % Fett eingesetzt werden, also durchwachsenes Muskelfleisch. Ist dies nicht möglich, muss Zusatzfett ergänzt werden. Das Fett im Rindfleisch besteht hauptsächlich aus gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren, die etwa zu gleichen Teilen enthalten sind. Die wichtigsten Fettsäuren sind Stearinsäure, Ölsäure und Palmitinsäure. Rindfleisch enthält außerdem auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren – das Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren hängt dabei von der Haltungsform ab. Ein ideales Verhältnis weisen Weidetiere auf (Biohaltung allein reicht nicht – die Fütterung der Rinder ist entscheidend). Weniger vorteilhaft ist die Zusammensetzung von Rindfleisch aus s. g. Massentierhaltung, die mit Maissilage und Kraftfutter auf Getreide- oder Sojabasis gefüttert werden.

Vitamine und Mineralstoffe

Die folgenden Vitamine und Mineralstoffe sind in Rindfleisch im Vergleich zu anderen Fleischsorten besonders stark vertreten:

  • Zink. Rindfleisch ist sehr reich an Zink, einem Mineralstoff, der für das Wachstum und die Erhaltung des Körpers wichtig ist.
  • Eisen. Wie bei allen roten Fleischsorten ist auch beim Rindfleisch eisenreich. Das Eisen liegt als s. g. Hämeisen vor, was besonders bioverfügbar ist.
  • Vitamin B6. Das zur Familie der B-Vitamine gehörende Vitamin B6 ist wichtig für die Blutbildung und den Energiestoffwechsel.

Rindfleisch enthält noch viele andere Vitamine und Mineralstoffe.

Andere Fleischbestandteile

Wie Pflanzen enthält auch Fleisch eine Reihe von bioaktiven Stoffen und Antioxidantien, die sich bei ausreichendem Verzehr auf die Gesundheit des Hundes auswirken können. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen von Rindfleisch gehören:

  • Taurin. Taurin ist eine antioxidativ wirkende Aminosäure, die in Fisch und Fleisch vorkommt. Im Gegensatz zu Katzen können die meisten Hunde Taurin selbst synthetisieren. Aber es gibt auch einige Rassen oder bestimmte Umstände, bei denen die Eigensynthese eingeschränkt ist. Daher ist es wichtig, dass auch Hunde Taurin über die Nahrung aufnehmen, denn es wichtig für die Herz- und Muskelfunktion.
  • Glutathion. Glutathion ist ein Antioxidans, das besonders reichlich in Fleisch enthalten ist. In Fleisch aus Weidehaltung ist es in höheren Mengen enthalten als bei Tieren aus s. g. Massentierhaltung.