Hühnerfleisch bei BARF

Hühnerfleisch gilt als helles Fleisch und weist damit im Vergleich zu Rindfleisch oder anderen s. g. dunklen Fleischsorten einen geringeren Eisengehalt auf. Vom Huhn können bei BARF verschiedene Muskelfleischteile an Hunde verfüttert werden z. B. die Brust, der Magen oder das Schenkelfleisch. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Hühnerfleisch bei BARF wissen müssen.

Hühnerfleisch BARF

Nährstoffgehalte

Neben Wasser besteht Hühnerfleisch hauptsächlich aus Eiweiß und in der Regel sehr geringen Mengen an Fett. Hier die Nährwertangaben für eine 100-Gramm-Portion Hühnerbrust mit 0,7 % Fettgehalt:

  • Energie: 102 kcal
  • Wasser: 74,5 ml
  • Eiweiß: 23,5 g
  • Kohlenhydrate: 0 g
  • Ballaststoffe: 0 g
  • Fett: 0,7 g

Eiweiß

Hühnerfleisch hat in der Regel einen sehr hohen Eiweißgehalt. Hühnerbrust liegt bei über 23 % und ist damit Spitzenreiter unter den Proteinquellen. Hühnerherz oder Hühnermägen sowie auch Schenkelfleisch weisen mit ca. 15 % Protein geringere Gehalte auf. Das enthaltene Protein ist beim Muskelfleisch, vor allem bei der Brust, von sehr hoher Qualität und enthält alle essenziellen Aminosäuren, die ein Hund benötigt, z. B. auch Tryptophan. Das Muskelfisch Fleisch vom Huhn ist bindegewebsarm, sodass es auch bei bestimmten Erkrankungen wie Niereninsuffizienz als Proteinquelle dienen kann. Allerdings sollte bei so magerem Fleisch in einer BARF-Ration Fett ergänzt werden. Unsere BARF-Rechner ermitteln automatisch das notwendige Zusatzfett.

Fett

Hühnerfleisch gilt wie bereits ausgeführt als eher mageres Futtermittel. Der Fettanteil im Fleisch beeinflusst nicht nur den Proteinanteil, sondern auch den Kaloriengehalt erheblich – weswegen Hühnerfleisch eher energiearm ist. Das kann ein Nachteil für Hundefutter sein, weil man mehr Fleisch einsetzen muss als bei fettigeren Varianten. Je nach Teilstück weist Hühnerfleisch einen Fettgehalt von unter 1 % bis 15 % auf, was für BARF weniger geeignet ist. Für Hunde sollten bevorzugt Teile mit 15–25 % Fett eingesetzt werden, also durchwachsenes Muskelfleisch. Ist dies nicht möglich, muss Zusatzfett ergänzt werden. Das kann auch in Form von Hühnerfett geschehen. Selbiges besteht zu etwa 30 % aus gesättigten und zu 70 % aus ungesättigten Fettsäuren, wovon der Hauptteil einfach ungesättigte Fettsäuren sind. Hühnerfett ist ein guter Lieferant für Linolsäure, welche auch für gebarfte Hunde essenziell ist.

Vitamine und Mineralstoffe

Hühnerfleisch ist im Vergleich zu anderen Muskelfleischsorten nicht besonders nährstoffreich. Abgesehen vom hohen Proteinanteil liefert es allerdings verhältnismäßig viel:

  • Vitamin B3. Hühnerfleisch enthält relativ viel Vitamin B3. Es ist Bestandteil von Enzymen und am Protein- und Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt.

Natürlich enthält Hühnerfleisch auch noch viele andere Vitamine und Mineralstoffe.

Andere Fleischbestandteile

Wie Pflanzen enthält auch Fleisch eine Reihe von bioaktiven Stoffen und Antioxidantien, die sich bei ausreichendem Verzehr auf die Gesundheit des Hundes auswirken können. Hühnerfleisch enthält vor allem:

  • Taurin. Taurin ist eine hitzeempfindliche B-Aminosäure, die nur in tierischen Produkten vorkommt. Im Gegensatz zu Katzen können die meisten Hunde Taurin selbst synthetisieren. Aber es gibt auch einige Rassen (z. B. Neufundländer) oder bestimmte Umstände (z. B. DCM), bei denen die Eigensynthese eingeschränkt ist oder die Zufuhr erhöht werden muss. Daher ist es wichtig, dass auch Hunde Taurin über die Nahrung aufnehmen, denn es wichtig für die Herz- und Muskelfunktion. Taurin ist vor allem in dunklerem Hühnerfleisch enthalten z. B. in Hühnerherz – allerdings nur, wenn es roh verfüttert wird. BARF versorgt auch Hunde optimal mit Taurin.