Interview Anna Hielm-Björkman

eine Wissenschaftlerin mit einem anderen Ansatz

Anna Hielm-Björkman, Übers.: Nadine Wolf | Lesedauer: 14 Minuten | veröffentlicht am: 27.07.21

Prof. Dr. Anna Hielm-Björkman ist eine finnische Wissenschaftlerin, die an der veterinärmedizinischen Fakultät in Helsinki tätig ist. Sie beschäftigt sich insbesondere mit den Auswirkungen der Rohfütterung auf die Gesundheit von Hunden. Anna war so freundlich, uns einige Fragen zu ihrer Forschung zu beantworten.

Haben Sie Hunde? Wie heißen sie? Erzählen Sie uns etwas über sie.

Ich hatte mein ganzes Leben lang Hunde. Die meisten von ihnen waren Mischlinge, aber ich hatte auch einen Rauhaardackel namens „Saskia“. Unter meinen Hunden waren auch Mischlingswelpen und alle erreichten mindestens das 15. Lebensjahr. Mein letzter Mischling „Pinya“ wurde sogar 17,5 Jahre alt. Jetzt habe ich nur noch einen eigenen Hund: „Lyra“. Sie ist ein Mischling aus Griechenland. Ich schätze, sie ist erst ein Jahr alt, denn sie benimmt sich noch sehr welpenhaft. Wir betreuen im Moment auch Tochter meiner verstorbenen Hündin, „Pinya“, die jetzt selbst schon 14,5 Jahre alt ist. Sie ist gerade bei uns, weil ihre Familie in Rom in einem für ältere Hunde nicht geeigneten Haus lebt. Mit Lyra habe ich vor zwei Monaten mit Fährtenarbeit begonnen und das macht uns sooooo viel Spaß!

Wie füttern Sie Ihre Hunde?

Wie Sie sich denken können, füttere ich meine Hunde vorwiegend roh. Das heißt, sie bekommen fleischige Knochen von jedwedem Tier, z. B. rohe Hühnerflügel oder –karkassen, ganze rohe Fische oder Fischfilet, Pansen, Innereien, Pferdeäpfel (ja, aber ich prüfe natürlich, dass die Pferde vorher nicht entwurmt wurden), sowie Früchte, Beeren und einiges an Gemüse. Außerdem gebe ich Haferbrei, der langsam, bei sehr niedrigen Temperaturen zubereitet wird. Das heißt, er wird nicht wirklich gekocht, sondern z. B. über Nacht bei Temperaturen um die 40 Grad gehalten. Wie Sie sehen, versuche ich die ursprüngliche Ernährung von Hunden nachzuahmen. Aber… ich bin nicht religiös, was das Futter anbelangt. Meine Tiere bekommen außerdem alles, was sich in meinem Kühlschrank dem Verfallsdatum nähert, Tischreste und auch Futterproben, was ich aufgrund meiner Tätigkeit bekomme. Als Leckerlis setzte ich alles ein, was „hart“ genug ist, um es in meinen Taschen aufzubewahren. Darunter fallen auch Hundewürste, die ich in kleine Scheiben schneide, aber auch Trockenfutter. Da meine Hunde an Rohfutter gewöhnt sind, fressen sie nicht jede Art von Trockenfutter oder irgendwelche Hundewürste, sie nehmen nur die an, die hohe Protein- und Fettwerte und nur wenig Kohlenhydrate haben. Hunde hören oft auf, Trockenfutter zu fressen, nachdem sie „echtes“ Futter probiert haben. Ich würde das auch machen.

Wie kamen Sie dazu, sich für BARF zu interessieren?

Ich habe mich für verschiedene komplementärmedizinische Methoden interessiert, seitdem ich 16 Jahre alt war. Als ich 1987 begann, Tiere zu behandeln, beschäftigte ich mich bereits mit dem ganzheitlichen Blickwinkel auf die Medizin. Und dieser Ansatz berücksichtigt stets, was man isst, trinkt und einatmet – schließlich sind das die Bausteine, die im Körper verwendet werden. Genau wie beim Menschen, werden tierische Zellen und Moleküle kontinuierlich regeneriert. Ich habe mich außerdem schon immer für die heilenden Effekte einer richtigen Ernährung interessiert, was bedeutet, dass Nahrungsmittel nicht nur als Bausteine für einen Körper dienen, sondern dass gutes Futter tatsächlich problematische Stoffwechselvorgänge umkehren und Krankheiten heilen kann. Nach meinem Verständnis kann es daher kein geeigneteres Futter für ein Tier geben als das, worauf es über Tausende, ja sogar Millionen, von Jahren genetisch eingestellt ist. Dosenfutter oder Pellets gibt es erst seit 50 Jahren, es kann daher nicht passend sein. Zwar gibt es heute Forschungsergebnisse, die darauf hinweisen, dass Hunde (nach neusten Untersuchungen abhängig von individuellen Spezifikationen sowie der Rasse – das trifft nicht auf alle Hunde generell zu) in höheren Maßen als Wölfe dazu in der Lage sind, Kohlenhydrate zu verwerten, aber ob diese dann bioverfügbar oder nützlich sind, ist eine andere Frage.

Ein häufig erwähnter Nachteil der Rohfütterung ist, dass die Rationen angeblich nicht bedarfsdeckend sind. Was ist Ihre Meinung dazu?

Das ist eine wichtige Frage. Ich befürchte, dass bei jeder Form von Hundeernährung, ob roh, trocken, in Dosen- oder Wurstform oder gemischt, dahingehend ein großes Risiko besteht, wenn ein Tier langfristig ein Alleinfutter bekommt, auch wenn das als „ausgewogen“ gilt. Ein großer Erkenntnisgewinn im Hinblick auf die menschliche Ernährung war für mich, dass selbst in dem Bereich nicht eindeutig geklärt ist, welche Mineralstoffe und Spurenelemente essentiell sind. Das Gleiche trifft wahrscheinlich auch auf Hunde zu. Niemand weiß, ob wir Strontium, Molybdän oder Vanadin benötigen. Es wird davon ausgegangen, dass Hunde sämtliches Vitamin C und D, was sie benötigen, selbst herstellen können. Aber können wir auch sicher sein, dass ein Hund, der das frisst, was wir ihm vorsetzen und am Tag eine Stunde Leinenspaziergang an der frischen Luft hat, wirklich alles synthetisiert oder bekommt, was er braucht? Wir wissen, dass Hunde, die versuchen Erde aufzunehmen oder Wände zu benagen, wenn sie Mineralstoffe wie Calcium benötigen. Das weist für mich darauf hin, dass es einen Mangel gibt.

Betrachtet man diesbezüglich nur die Rohernährung, so stellt man fest, dass eine der veröffentlichten Studien zu dem Ergebnis kam, rohe Rationen lieferten zu wenig Calcium, Vitamin D, A und auch andere Mineralstoffe. Meiner Meinung nach ist das kein Problem der Rohfütterung, sondern die Rezepte, die untersucht wurden, waren in sich nicht ausgewogen. Sie enthielten nicht genug Knochen und Leber. Allerdings ist es bei der Rohernährung so, dass die Ausgewogenheit der Ration sich über einen Zeitraum von etwa einem Monat ergibt. Das bedeutet, dass eine einzelne Tagesration selten ausgewogen ist: An einem Tag gibt es mehr fleischige Knochen in der Ration, am anderen mehr Innereien wie Leber, Nieren und Herz und an anderen Tagen vielleicht Essensreste wie Nudeln, Reis, Kartoffeln mit Soße und Gemüse. Analysiert man nur eine der drei Rationen würde keine ausgewogen sein. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Hunde täglich ausgewogene Nahrung benötigen, wenn das bei uns Menschen nicht der Fall ist. Versuchen Sie doch mal zu beweisen, dass eine Zwiebelsuppe, ein Hamburger oder eine Sashimi-Portion ausgewogen ist. Das sind diese Gerichte einzeln betrachtet natürlich nicht, aber das ist nicht von Bedeutung, da unsere Ernährung abwechslungsreich ist. Wenn wir das auch auf die Ernährung von Hunden anwenden, gibt es keine Probleme bei der Rohfütterung.

Denken Sie, dass es möglich ist bedarfsgerechtes Rohfutter für Hunde und Katzen zuzubereiten?

Natürlich! Wie ich schon gesagt hatte, ist es nicht notwendig, dass jede einzelne Mahlzeit ausgewogen ist, solange der Hund genug Knochen, Fleisch, Innereien, Vitamine und Milchsäurebakterien im Monat bekommt.

Was sind die häufigsten Probleme oder Fehler im Zusammenhang mit der Rohfütterung?

Das größte Problem, was ich heute sehe ist, dass Tierhalter Angst vor der Knochenfütterung haben und der Hund daher nicht genug Calcium bekommt. Wenn Hunde keine Knochen bekommen, dann muss der Ration ein Calcium-Supplement hinzugefügt werden. Einige Besitzer machen sich Sorgen, dass Knochen zu Verstopfungen führen oder den Verdauungskanal des Hundes verletzen. Dies ist unbegründet, da das mit rohen Knochen nur selten vorkommt. Hingegen sind gekochte Knochen für jedes Tier gefährlich, Hunde eingeschlossen. Die neuen Fertig-BARF-Rationen, die gewolfte Knochen enthalten, sind dann die Alternative für besorgte Tierhalter. Allerdings macht den Hunden meist mehr Spaß, wenn sie Knochen zu fressen bekommen. Das ist auch gut für ihre Psyche und sie mögen es einfach, wenn sie etwas haben, was sie benagen können. Außerdem ist die Knochenfütterung eine gute Maßnahme gegen Zahnsteinbildung. Ich halte es für sinnvoll, mit großen Beinknochen vom Rind zu starten, die für jeden Hund zu groß sind, um sie wirklich im Ganzen zu verschlucken oder große Teile daraus abzubeißen, sodass es nicht zu einer Verstopfung kommen kann. Man kann damit beginnen, den Knochen am Tag erst 5, dann 10, dann 15 Minuten usw. zur Verfügung zu stellen. Leben mehrere Hunde im Haushalt, macht es außerdem Sinn, gleich 15 dieser Knochen zu kaufen, sodass keines der Tiere sich versucht sieht, wegen der Knochen einen Streit anzufangen. Schließlich sind diese Knochen in der Wahrnehmung der Hunde wahre Schätze.

Welche Risiken sehen Sei im Zusammenhang mit der Rohfütterung (für den Hund / die Besitzer / Kinder)?

Rohes Fleisch, Geflügel und Fisch, die für den menschlichen oder tierischen Verzehr gedacht sind enthalten alle samt Bakterien. Darunter auch pathogene Bakterien, die Krankheiten hervorrufen können. Diese Pathogene findet man auch häufig in Geflügel oder Fisch – selbst wenn diese für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, sodass immer dazu geraten wird, diese Lebensmittel gut durchzukochen. Trotz der Tatsache, dass diese viele dieser Lebensmittel z. B. Salmonellen enthalten, bereiten wir Hähnchenfleisch in unserer Küche zu, ohne Handschuhe zu tragen. Es gibt keinen Unterschied, wenn es um rohes Geflügel für den Hund geht. Man sollte im Hinblick auf Krankheitserreger immer vorsichtig sein. Wenn Kinder unter 6 Monaten, Rentner über 90 Jahren oder immunschwache Personen (z. B. AIDS-Patienten) im Haushalt leben, sollte man immer besonders vorsichtig sein – auch wenn es sich um Fleisch für den menschlichen Bedarf handelt. In diesem Zusammenhang ist Händewaschen und das Reinigen von Schneidebrettern empfohlen. Es scheint im Übrigen so zu sein, dass Familien, in denen Hunde und Menschen rohe Lebensmittel zu sich nehmen, Salmonellenerkrankungen wesentlich seltener sind, auch wenn sich Pathogene im Kot von Mensch und Tier finden. Die meisten Salmonellen scheiden übrigens Hunde aus, gar kein rohes Futter bekommen, sondern getrockente Schweineohren, die als Kauspaß verkauft werden.

Welche Vorteile liefert BARF Ihrer Meinung nach?

Wir verfügen über einen riesigen epidemiologischen Datenbestand an Fragebögen zur Häufigkeit der Nahrungsaufnahme von mehr als 10.000 Hundebesitzern, die über 1000 Fragen zu Erkrankungen, Umweltfaktoren und Nahrung in verschiedenen Lebensphasen beantwortet haben. Der Fragebogen enthält auch Informationen über Muttertier, dessen Ernährung und Krankheiten. Daraus ist ersichtlich, dass gegen etwa 40 % der 117 Krankheiten, nach denen wir gefragt haben, ein protektiver Effekt bei roh gefütterten Hunden aufzutreten scheint. Dies sind Krankheiten wie Atopie, Allergie, Arthrose, chronische Darmentzündung, Analdrüseninfektionen, Otitis, Furunkulose, Zahnstein usw. Als wir die anekdotischen Berichte von über 600 Hundebesitzern untersuchten, waren die Ergebnisse ähnlich. Es scheint logisch, dass Rohfutter die beste Nahrung für jedes Tier sein sollte, aber was genau es ist, was die „Magie“ bewirkt, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Wir arbeiten aber im Moment an vier verschiedenen Theorien. Ich bin wirklich daran interessiert zu wissen, was, wo und warum?

Welche Risiken/Probleme sehen Sie bei Fertigfutter?

Wir wissen leider nicht, warum verarbeitetes Futter schlecht für die Tiere ist, aber in unseren epidemiologischen Daten sehen wir, dass rohes Fleisch, rohe Knochen und rohe Innereien eine negative Korrelation mit Krankheiten (also einen Schutz davor) zu haben scheinen, während gekochtes oder verarbeitetes Fleisch, Knochen und Innereien einen positiven Zusammenhang mit Krankheiten vermuten lassen. Aus Studien zur menschlichen Ernährung wissen wir, dass die Verarbeitung von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten, insbesondere durch Erhitzen, Trocknen, Braten oder Grillen, dazu führt, dass krebserregende Verbindungen entstehen. Die gleiche Art von Verbindungen könnte auch für Hunde schädlich sein. Wir forschen auch in diesem Bereich und hoffen, unsere Theorien bald in zukünftigen Ernährungsinterventionen ausprobieren zu können. Wir sind der Meinung, dass es sich um eine wichtige Forschungsarbeit handelt, und wir sind gleichermaßen an den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Krankheit beim Menschen interessiert.

Warum denken Sie, dass die Mehrheit der Veterniärmediziner eine negative Einstellung gegenüber der Rohfütterung hat? Haben Sie zuletzt irgendeine Veränderung in dieser Einstellung bemerkt?

Ich weiß, dass von uns Medizinern erwartet wird, evidenzbasiert zu behandeln und zu beraten.  Und solange es keinen signifikanten Beweis für den schützenden Effekt der Rohfütterung in Form von Peer-Review-Studien gibt, werden wir keine Veränderung sehen. Damit will ich sagen, dass meine Kollegen versuchen, das zu tun, was das Beste für das Tier ist – basierend auf wissenschaftlichen Fakten. Ich, wie auch einige andere Veterinäre, habe über mehr als 20 Jahre lang Hunde mit Rohfütterung behandelt und weiß aus eigener Erfahrung, dass dies sowohl einen schützenden als auch heilenden Effekt hat. Aber solange diese Zusammenhänge nicht in validierten Befragungen oder Ernährungsumstellungsstudien verifiziert sind, bleiben es anekdotische Daten, die keinen Einfluss darauf haben, was Tierärzte raten. Unabhängig davon, haben wir in Finnland viele Hundehalter, die die Ernährung ihrer Tiere auf Rohfutter umgestellt haben und über die Veränderungen bei ihrem Tier in sozialen Medien berichten. Das ist ein mächtiges Werkzeug und hat andere Tierhalter ermutigt, es ebenfalls auszuprobieren. Deswegen sehen wir immer mehr Hundehalter, die zur Rohfütterung wechseln, aber nicht mehr Tierärzte, die dazu raten. Daher müssen wir dringend weiter forschen und die Ergebnisse publizieren. Und dafür benötigen wir Geld.

Was brachte Sie dazu, die rohe Ernährung von Hunden zu erforschen?

Wie ich schon sagte, betreibe ich seit mehr als 20 Jahren Rohfütterung und habe die positiven Ergebnisse gesehen. Aber mir ist bewusst, dass der einzige Weg diese Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, der ist, die Zusammenhänge wissenschaftlich zu erforschen und sie zu veröffentlichen. Das machen wir mit unserer Forschungsgruppe nun schon seit mehreren Jahren, aber die Finanzierung unsere Vorhabens stellt uns immer wieder vor große Probleme und wir benötigen Hilfe dabei. 

Was genau haben Sie bisher erforscht?

Wir haben die Daten aus dem bereits genannten, großen Ernährungsfragebogen, der uns Zusammenhänge zwischen einer bestimmten Ernährungsweise sowie Zutaten und Krankheiten liefert. Bisher haben wir außerdem Nährwertanalysen, Entzündungsmarker, Metabolomik*, Darmbakterien, Nutrigenomik+ und Haarmineralanaylse für Hunde validiert. Das bedeutet, dass wir so weit sind, diese Daten in zukünftigen Versuchen zu verwenden. Besonders die Metabolomik war wirklich interessant.

(Anm. d. Red. * Stoffwechsel von Gewebe und Zellen; + Wechselbeziehungen zwischen Erbgut und Ernährung)

Welche Forschung planen Sie in der Zukunft?

Als nächstes* möchten wir Welpen und jungen Hunden verschiedene Ernährungsformen anbieten (roh und nicht-roh), um zu sehen, ob damit bestimmte Erkrankungen wie z. B. Atopien oder Allergien, Zahnstein, Furunkulose, Ohrentzündung, Arthritis usw. verhindert werden können. Ähnliche Untersuchungen sollten mit allen Krankheiten durchgeführt werden, bei denen eine Rohernährung sich positiv auszuwirken scheint. Um herauszufinden, ob die Ernährung tatsächlich schützend ist, müssen die Studien den üblichen wissenschaftlichen Standards entsprechen, das heißt, eine große Fallzahl muss untersucht werden, mit einem sinnvollen Studiendesign, validierten Messwerten und nachvollziehbarer statistischer Analyse. Wenn man herausfinden will, ob sich Rohernährung möglicherweise schützend auswirkt, sollten zudem natürlich Blut-, Urin- und Kotproben zu verschiedenen Zeitpunkten genommen und analysiert werden.

*Nachtrag: Eine Studie dazu wurde gerade veröffentlicht.

Wie viel kosten solche Studien?

Um meine Forschungsgruppe „DOGRISK“ zu finanzieren und in der Lage zu sein, unsere Ergebnisse publizieren zu können, müsste jeder Hundehalter, der roh füttert, und jeder Veterinär, der auch nur etwas Interesse an diesem Thema hat, nur ein paar Euro beisteuern. Wir brauchen ungefähr 200.000 € pro Jahr um in der Lage zu sein, die begonnenen Projekte fortzusetzen und neue zu beginnen. Forschung ist leider sehr teuer: Um alles zu analysieren, was uns an einem Hund interessiert, benötigen wir ca. 1.000 € pro Fall. Wir benötigen also 2.000 €, um z. B. eine Analyse von einem Hund vor und nach einer Futterumstellung zu machen. Jeder Cent, den wir erhalten, geht direkt in die Forschung. Meine Tätigkeit an sich, wird von der Universität bezahlt, denn dort bin ich angestellt, aber um wirklich zu forschen, benötigen wir zusätzliche Gelder.

Wir bedanken uns recht herzlich für das Interview. Wer die Forschung von Anna Hielm-Björkman und ihrem Team unterstützen möchte, kann dies über die Dogrisk-Webseite machen.