Innereien bei BARF

von: Nadine Wolf | Lesedauer: 3 Minuten | veröffentlicht am: 02.07.21

BARF-Rechner InnereienUnsere BARF-Rechner integrieren Innereien in den Futterplan. Die Standardeinstellung im Rechner beträgt 15 % vom tierischen Anteil (also 12 % in der Gesamtration), aber die Menge kann individuell variiert werden. Warum sollte man aber überhaupt Innereien füttern? Innereien sind immer ein Teil der Nahrung wild lebender Kaniden. Je nach Größe eines Beutetiers machen diese zusammen mit dem Blut ca. 20 % des Körpergewichts aus. Aber warum sollte man bei BARF dem Hund überhaupt Innereien geben? Zum einen sind sie natürlicher Bestandteil des Beutetieres, zum anderen sind sie sehr nährstoffreich. Innereien sind sehr gute Nährstofflieferanten und damit die Hauptquelle für alle Vitamine, die der Hund benötigt. Sie liefern obendrein sehr viele Mineralstoffe und Spurenelemente, die in dieser Konzentration in keiner der anderen Futterkomponenten vorkommen. Möglicherweise ist das auch der Grund dafür, warum Wölfe bei größeren Beutetieren die Leber zuerst fressen. Um herauszufinden, welche Innereien besonders relevant sind, muss man nur Nährstoffverteilung der wichtigsten Innereien mit normalem Muskelfleisch vergleichen. Aber was zählt zu Innereien? Das sind Leber, Niere, Milz, Lunge sowie Herz und wie man sehen kann, unterscheiden sich die Nährwerte stark voneinander. Herz und Lunge sind die „unwichtigsten“ Innereien, denn ihre Zusammensetzug unterscheidet sich kaum von Muskelfleisch.

Die Nährstoffdichte

Leber, Niere und Milz liefern insbesondere Natrium, Kalium, Eisen, Kupfer, Mangan, Jod, Selen, sowie die Vitamine A, D, K, B2, B12, B5 (Pantothensäure), B3 (Nikotinsäure) sowie B7 (Biotin) und B 9 (Folsäure) in viel höherer Konzentration als normales Muskelfleisch. Sie enthalten auch alle samt mehr Taurin. Mit Leber führt man viel Vitamin A, aber auch Vitamin D und alle B-Vitamine zu. Milz ist ein unglaublich guter Eisen- und Kaliumlieferant und Niere liefert sehr viel Selen. Die Innereien haben jeweils unterschiedliche „Stärken“ haben, weswegen es z. B. nicht ausreicht, nur Leber oder nur Niere zu füttern.

Aufteilung der Innereien

Die optimale Aufteilung der Innereien richtet sich im Prinzip nach dem Beutetieraufbau. Demnach sollte der Innereienanteil ca. 15 % des tierischen Anteils betragen und zu 30-40 % aus Leber bestehen und der Rest, also Niere, Milz, Lunge und Herz kann zu gleichen Teilen verfüttert werden. Dies entspricht der ungefähren Aufteilung im Beutetier. Wie bereits erwähnt, kann man Lunge und Herz aber auch weglassen und stattdessen je ein Drittel Leber, Niere und Milz füttern.